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Lexika medizinischer Fachbegriffe
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Nierenkrebs

Auftreten
Ursachen
Symptome (Erkrankungszeichen)
Diagnostik
Therapie
Operation
Nachsorge
Zusammenfassung


Auftreten

In Deutschland erkranken pro Jahr ca. 11 000 Menschen an einem Nierentumor. Damit gehört er nach dem Prostatakarzinom und dem Blasentumor zu dem am dritthäufigsten auftretenden Tumor der Harn- und Geschlechtsorgane.

Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei 60 Jahren. Männer sind 1,5 mal häu-figer betroffen als Frauen. Die Häufigkeit des Auftretens von Nierentumoren nimmt in den Industrieländern zu. Etwa 95 % aller Nierentumoren sind bösartig.

 


Ursachen

Als Ursachen sind Umweltgifte (Schwermetalle z. B. Cadmium, Blei, Lösungsmittel, Teer, petrolchemische Substanzen), Nikotinmissbrauch und die ständige Einnahme bestimmter Schmerzmittel bekannt ( z. B. Phenacetin). Ein höheres Tumorrisiko haben auch Übergewichtige und Patienten mit einer eingeschränkten Nierenfunktion. Auch genetische Veränderungen werden als Ursache vermutet.


Symptome (Erkrankungszeichen)

Früher kamen die Patienten oft erst zum Arzt, wenn sie Blut im Urin, Schmerzen in der Flanke oder sogar eine Schwellung der Flanke hatten. Solche Zeichen treten meist erst sehr spät auf. Oft waren dann auch schon Metastasen (Tochtergeschwülste) vorhanden und eine Heilung nicht mehr möglich.

Je zeitiger ein Nierentumor gefunden wird, umso größer sind die Chancen geheilt zu werden. Heute werden Nierentumore durch eine Ultraschalluntersuchung oft zufällig und sehr früh gefunden, so dass eine Operation (Entfernung der Niere oder des tumortragenden Teils der Niere) eine Heilung bedeutet.


Diagnostik

Um einen Patienten operieren zu können, möchte man wissen, wie groß der Tumor ist. Das kann bereits mit einer Ultraschalluntersuchung festgestellt werden.

Eine Computertomographie gibt jedoch noch mehr Informationen. Zum Beispiel kann oft schon gesagt werden, ob der Tumor bösartig ist. Aber auch die Beteiligung der in unmittelbarer Nähe liegenden Lymphknoten und der Blutgefäße kann auf diese Weise geklärt werden. Eine zusätzliche Untersuchung der Lunge kann mit großer Sicherheit Tochtergeschwülste nachweisen oder ausschließen.


Therapie

Als heilende Therapie kann nur die komplette Tumorentfernung angesehen werden. Strahlen-, Chemo- oder Hormontherapie erzielen keine Heilung. Als zusätzliche Therapie kann bei bestehenden Tochtergeschwülsten eine Immuntherapie helfen.


Operation

In der Regel wird bei der Operation die Niere mit der sie einhüllenden Fettkapsel und die Nebenniere entfernt. Ob die Entfernung der Nebenniere zwingend notwendig ist, wird kontrovers diskutiert. Zu bis zu 5 % kann die Nebenniere Sitz eines Tochtergeschwulsts sein, das man heutzutage allerdings meist auch vor der Operation feststellen kann.

Die Operation kann offen über den Bauchraum von der Körpermitte oder von der Seite aus erfolgen. In letzter Zeit wird jedoch immer öfter eine laparoskopische Ope-ration (über eine Bauchspiegelung) angewandt, bei der kein großer Schnitt, sondern mehrere kleine Schnitte für die endoskopischen Instrumente erforderlich sind.

Eine ausschließliche Entfernung des Tumors unter Erhalt der Niere kann bei kleinen Tumoren bis etwa 4 cm Größe durchgeführt werden. Bei größeren Tumoren wird eine sogenannte organerhaltende Operation nur durchgeführt, wenn die andere Niere nicht ausreichend funktioniert (wird vor der Operation festgestellt). Nach der Operation übernimmt die andere Niere nach einer gewissen Anpassungszeit völlig ausreichend die Funktion der Blutreinigung.


Nachsorge

Nach der Operation wird der Patient regelmäßig betreut; es erfolgen eine Kontrolle der Nierenfunktion sowie Ultraschalluntersuchungen der verblieben Niere. In regelmäßigen Abständen wird die Lunge geröntgt und eventuell wird zur Kontrolle auch ein Computertomogramm durchgeführt.


Zusammenfassung

Nierentumore können durch Ultraschalluntersuchungen zeitig entdeckt werden. Bei Beschränkung des Tumors auf die Niere ist die Operation gleichbedeutend mit Heilung.