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Lexika medizinischer Fachbegriffe
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Das Peniskarzinom
Ursachen und Risikofaktoren
Symptome
Diagnostik
Therapie
Zusammenfassung


Das Peniskarzinom

Das Peniskarzinom ist eine bösartige Erkrankung, die in ca. 50 % der Fälle ihren Ausgang von der Eichel, in 20 % von der Vorhaut und in 30 % vom Schwellkörper nimmt. Es handelt sich um einen eher seltenen Tumor. In Deutschland gibt es ca. 600 Neuerkrankungen pro Jahr, damit ist das Peniskarzinom für ca. 0,5 - 1 % aller bösartigen Erkrankungen des Mannes verantwortlich. Das höchste Risiko für eine Erkrankung liegt im 6. Lebensjahrzehnt, ca. 20 % der Patienten sind jünger als 60 Jahre.


Ursachen und Risikofaktoren des Peniskarzinoms

Die Ursachen für eine Erkrankung sind noch weitgehend ungeklärt. In Ländern mit schlechten Hygienezuständen ist die Häufigkeit mit 19 Fällen pro 100.000 Männern deutlich höher als z. B. in Deutschland.

Zu den Risikofaktoren zählen:
Hygiene: Das Smegma (Vorhauttalg) begünstigt das Entstehen der Erkrankung.
Deshalb ist das Peniskarzinom bei beschnittenen Männern extrem selten.
Phimosen: Männer mit Vorhautverengung haben häufiger ein Peniskarzinom.
Da ein komplettes Zurückziehen der Vorhaut nicht möglich ist, wird die Hygiene erschwert. Das Smegma kann nicht entfernt werden.
Schleimhautveränderungen: Bestimmte weißliche oder rötliche Veränderungen der Schleimhaut können Vorstufen der Erkrankung sein. Hautveränderungen im Bereich des Penis sollten daher ärztlich abgeklärt werden.
HPV-Infektionen: Infektionen mit dem Humanen Papilloma-Virus werden mit dem Entstehen eines Peniskarzinoms in Verbindung gebracht. Es ist eine Vielzahl von HPV- Typen bekannt, die unter anderem zu warzenähnlichen Veränderungen an der Vorhaut führen können, nur wenige können möglicherweise einen Tumor auslösen.


Symptome

Patienten mit Tumoren am Penis suchen häufig sehr spät den Arzt auf. Schamgefühl und die Unkenntnis über die Gefahren, dass sich der Tumor unter der Vorhautverengung unbemerkt entwickeln kann, sind die Gründe dafür.

Die Symptome im Anfangsstadium sind uncharakteristisch. Hautveränderungen, blutig eitriger Ausfluss aus dem Vorhautsack, ein blumenkohlartiger knotiger Tumor oder eine schmierig ulceröse Veränderung deuten auf einen Tumor hin. Schmerzen, Lymphknotenschwellungen im Leistenbereich und Schwellung der Beine sind fortgeschrittene Symptome.


Diagnostik

Mit folgenden Untersuchungsmethoden wird das Peniskarzinom festgestellt:
• Anamnese und körperliche Untersuchung
• Sonografie der örtlichen Lymphknoten und des Bauchraumes
• Probeentnahme aus dem Tumor
• Röntgen der Lunge
• CT des Bauchraumes


Therapie

Für jeden Patienten wird ein individueller Behandlungsplan erstellt, der sich nach der Art und dem Ausmaß der Erkrankung richten muss.

Im Anfangsstadium kann oft mit radikaler Vorhautbeschneidung, Herausschneiden des Tumors oder einer Laserbehandlung therapiert werden, dabei bleibt das Organ erhalten.
Bei fortgeschrittenem Tumorbefall ist oftmals eine Penisamputation mit Neuanlage der Harnröhrenöffnung in der Dammregion unumgänglich. Eine Strahlentherapie sowie die Chemotherapie sind weitere Therapieoptionen und schließen sich  beim metastasierten Tumor an die Operation an.


Zusammenfassung

Das Peniskarzinom ist ein seltener Tumor des Mannes. Aufgrund seiner oberflächlichen Entstehung ist bei der Vorsorge und besonders der Selbstuntersuchung des Mannes gut festzustellen. Heilungschancen sind abhängig vom Stadium der Erkrankung bei der Diagnosestellung. Bei rechtzeitiger Früherkennung ist eine langfristige Heilung möglich.
Jede auffällige Hautveränderung im Bereich des Penis sollte daher ärztlich untersucht werden.